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Mittelstandsdialog: Kundenbindung im digitalen Zeitalter

Foto: Paul Schwarz/prandible

Die richtigen Ideen, um im digitalen Zeitalter das Geschäft zu sichern, gab es am Dienstagabend beim WfL-Mittelstandsdialog in der neuen Bahnstadt Opladen. Experten gaben Tipps, wie man durch Online-Werkzeuge auf sein Unternehmen aufmerksam macht und mithilfe von Software Kunden an das eigene Unternehmen bindet.
Zahlreiche Plattformen und Tools am Markt sollen nicht nur dabei helfen, neue Kunden zu gewinnen, sondern vor allem auch die bestehenden Beziehungen aufrecht zu erhalten. Sich wieder in Erinnerung rufen, Kunden mit neuen Ideen und Angeboten, aber auch nützlichen Tipps versorgen: das wird durch digitale Werkzeuge wie Social Media-Kanäle oder Online-Shops möglich. Es bedeutet aber auch, dass man sich als Unternehmer damit auseinander setzen und einiges an Zeit investiveren muss.

Paul Anderie, Gründer der Online-Lernplattform prandible, formulierte zu Beginn die Herausforderung, vor der Gewerbetreibende stehen: „Wir wollen lokale Akteure für die digitale Welt begeistern und zu lokalen Marken machen.” Dies könne geschehen durch funktionale, verhaltensbasierte oder emotionale Beziehungen. Gerade auf der emotionalen Ebene sieht Anderie den größten Handlungsspielraum. Der Jungunternehmer aus Leverkusen riet den rund 60 Gästen: Wähle eine spezielle Gruppe, kommuniziere digital auf dem für die Zielgruppe richtigen Kanal und bringe Empathie mit – beantworte Fragen, die sich Kunden jeden Tag stellen in Text, Bild, Video oder Audio-Formaten.

Warum eine App nicht nur eine Erweiterung des Geschäftsmodells, sondern auch ein Instrument zur Kundenbindung bedeuten kann, erläuterte Eddie Gashi, Inhaber des Cafés chocofini in der City und seit rund zwei Wochen Anbieter einer Pralinen-App. Drei Jahre Entwicklungszeit habe er mit seinem Team in die App investiert, damit nun auch Kunden in München oder anderswo die Pralinen über dieses Online-Werkzeug bestellen und anderen eine Freude machen können.
Damit man sich immer wieder ins Gedächtnis der Stammkundschaft bringt, kann professionelles Onlinemarketing Unterstützung geben.

Tobias Heine von der Leverkusener Onlinemarketing-Agentur artista GmbH - Agentur für Online-Marketing berichtete unter anderem über den typischen Durchschnitts-Kunden, der an sein Unternehmen herantritt. Sein Tipp: Nicht (nur) Produkte anbieten, die die Zielgruppe wahrscheinlich schon beim Absender gekauft hat, sondern spannende Geschichten rund ums Unternehmen oder das Produkt bzw. die Dienstleistung erzählen. „Bevor ich etwas Unnützes poste, besser gar nichts posten und die Kunden nicht langweilen“, so sein Rat.

Um mit Bestandskunden immer mal wieder, aber systematisch in Kontakt zu treten – etwa über E-Mails oder Newsletter – können so genannte CRM-Systeme nützlich sein. Sie sollen dabei helfen, die Kundenverwaltung einfach zu halten. CRM steht für Customer Relationship Management und Rainer Willmanns ist Experte auf diesem Gebiet. In seinem Vortrag berichtete er über die Möglichkeiten und Einsatzmöglichkeiten der Software, die sich nicht nur für große Konzerne, sondern auch für Mittelständler oder kleine Unternehmen eigne.

„Das Thema Digitalisierung, das hat der Mittelstandsdialog gezeigt, wird künftig noch mehr Bedeutung gewinnen bei der Beziehung zum Kunden“, so WfL-Geschäftsführer Dr. Frank Obermaier. „Anhand der Anwendungsbeispiele für digitale Werkzeuge haben unsere Gäste nicht nur Anregungen bekommen, was man alles machen kann, sondern auch einen Einblick erhalten, wie man es sinnvoll angehen kann.“ Die Veranstaltung war der Auftakt einer fünfteiligen Mittelstandsdialog-Reihe zum Themenkomplex Digitalisierung. Beim nächsten Mal am 20. Februar 2018 geht es ums Thema: „Neue Chancen durch intelligente Produkte & vernetzte betriebliche Prozesse“. Nähere Infos folgen Anfang des Jahres.

Für die Unterstützung des Mittelstandsdialogs bedanken wir uns bei unseren Veranstaltungspartnern ALP-Media Veranstaltungstechnik GmbH, EVENTAGENTUR artimage, CDS communication design studios, BCC-Concept-Catering GmbH und unserem Gastgeber Zimmerei Ralf Adler.

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