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Stadtteilentwicklungskonzept Opladen | Aktuelles | Newsbereich

Stadtteilentwicklung Opladen: Viele Projekte für einen Stadtteil im Wandel

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Nach Karneval geht es los: Der erste Spatenstich für den Umbau der Fußgängerzone wird voraussichtlich noch im Februar 2018 gesetzt. Damit wird weiter augenfällig, dass sich in Opladen im Zusammenhang mit der rasanten Entwicklung der Neuen Bahnstadt einiges tut. Während dort die Gütergleise verlegt sind und gerade das Baufeld für Westseite und Europa-Allee freigemacht wird, sollen auch die gewachsenen Strukturen im Rahmen des Stadtteilentwicklungskonzepts attraktiver und zeitgemäßer werden. Dessen Maßnahmen können dank finanzieller Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen in den kommenden Jahren umgesetzt werden. „Der Stadt Leverkusen ist es gelungen, dass die Gesamtkosten von rund 15,1 Millionen Euro zu 80 Prozent durch Fördermittel aus der Städtebauförderung finanziert werden“, betont Baudezernentin Andrea Deppe. „Eingesetzt werden die Mittel für die großen baulichen Maßnahmen, also die Umgestaltung der Fußgängerzone und den Umbau der Schule Im Hederichsfeld, vielfältige Beratungs- und Kommunikationsangebote sowie die Erarbeitung von Gutachten und Konzepten, die konkrete Instrumente zur positiven künftigen Entwicklung Opladens beinhalten. Wir wollen die Einzelhändler, Gastronomen und Hausbesitzer zusammenbringen, um die Identifikation mit dem Einkaufs- und Versorgungsstandort zu verbessern und Impulse für eigene Investitionen zu setzen.“

Insgesamt 15 Maßnahmen des Stadtteilentwicklungskonzepts waren als förderfähig eingestuft worden. Gefördert werden baulich-gestalterische Projekte, Projekte zur Stärkung des Einzelhandels- und Gastronomiestandorts, sowie ein Stadteilmanagement und ein niederschwelliges Beratungsangebot vor Ort, der Opladener Laden. So gut wie alle Maßnahmen befinden sich derzeit in der Realisierung oder sind bereits verwirklicht.

Ein zentrales Projekt ist die Aufwertung der in die Jahre gekommenen Fußgängerzone. Der Relaunch soll die Aufenthaltsqualität in der Fußgängerzone deutlich erhöhen und wieder vermehrt Besucher anlocken. Diese Aufwertung soll zu Neuansiedlungen und Investitionen der Eigentümer in ihre Immobilie motivieren - mit dem Ziel der Schaffung eines modernen und attraktiven Einzelhandels- und Gastronomieangebots. So soll schließlich eine Aufwertung des gesamten Zentrums erreicht werden. Die Umgestaltung der Fußgängerzone startet am östlichen Ende der Bahnhofstraße in Höhe Busbahnhof. Die Baustelle wird Abschnitt für Abschnitt zunächst in der Bahnhofstraße fertiggestellt. Hierfür werden nach derzeitigem Stand rund vier Monate anberaumt. Danach wandert die Baustelle in die Kölner Straße und geht von der Aloysiuskapelle aus weiter. Im November 2018, also vor der Eröffnung des Weihnachtsmarktes, sollen die Bauarbeiten beendet sein. In beiden Straßen wird ein neugestalteter Funktionsbereich aus einem hochwertigen Betonpflaster hergestellt, der in der Farbgebung und im Format mit dem vorhandenen roten Klinker kontrastiert. Auf diesem „Nutzungsband“ werden alle neuen Ausstattungselemente wie Lichtstelen, Bänke, Abfallbehälter, Fahrradabstellbügel und Spielgeräte installiert. Dort werden auch neue standortgerechte Bäume gepflanzt. Besondere Gestaltungselemente kommen auf der Bahnhofstraße hinzu: Ein Fontänenfeld und ein Spielelement, das das Logo der Stadtentwicklung Opladen aufgreift. Es ist außerdem vorgesehen, in der Goethestraße neue Bänke und Lichtstelen anzubringen. Im Rahmen der Planung haben zahlreiche Gespräche und Abstimmungen mit den Betroffenen und Markttreibern vor Ort stattgefunden. An einem Infoabend sollen die Anwohner, Eigentümer, Gewerbetreibenden und Gastronomen über den genauen Verlauf der Baustelle informiert werden: Am 6. Februar 2018 werden die Anlieger in das Stadtteilbüro in der Freiherr-vom-Stein-Straße 3 eingeladen. Hierzu erhalten alle Betroffenen noch eine gesonderte Einladung.

Die Arbeitsgemeinschaft Wündrich/WES hat in 2017 die Ausführungsplanung erarbeitet, ein Bauunternehmen ist bereits beauftragt. Die Bänke wurden separat ausgeschrieben und die Angebote anhand von Musterbänken und einer Bewertungsmatrix hinsichtlich Preis, Qualität, Gestaltung und Nachhaltigkeit, hier insbesondere auch die späteren Unterhaltungskosten, beurteilt. Der Bezirk II entschied sich im Dezember für die Bank der Firma Wetz und einen Abfallbehälter der gleichen Firma. Im Vorfeld der baulichen Umgestaltung, also im Januar 2018, werden mit Ausnahme der Platanen auf der Höhe Aloysiuskapelle alle Bäume in der Kölner Straße und Bahnhofstraße gefällt. Die gleiche Anzahl an Bäumen, nämlich 18, wird neu gepflanzt. Die Kosten für die Umgestaltung belaufen sich auf rund 1,18 Mio. Euro. Das Land NRW beteiligt sich daran mit rund 950.000 Euro.

Umbau der Schule Im Hederichsfeld
Mit Mitteln der Städtebauförderung wird das gesamte Gebäude der Schule Im Hederichsfeld im Rahmen des Stadtteilentwicklungskonzepts Opladen von Grund auf kernsaniert, modernisiert, barrierefrei hergerichtet und zum Quartierszentrum umgebaut. Beim Umbau wurden vielfältige in den vergangenen Jahrzehnten nachträglich vorgenommene Eingriffe, z. B. in die Gebäudestatik, ausgeglichen. Die Mauerwerksertüchtigung wurde EU-weit ausgeschrieben. Die Arbeiten haben im Oktober 2017 begonnen. Auch die Folgegewerke sind inzwischen ausgeschrieben und vergeben, so dass die Dachsanierung im Frühjahr 2018 starten kann. Um das Gebäude als Stadtteilzentrum nutzen zu können, wird die bisherige Turnhalle zum Mehrzweckraum mit Bistroküche für die Schule und Drittnutzer umgebaut. Die barrierefreien Zugänge und Außenanlagen, der Einbau eines Aufzuges und behindertengerechte WC-Anlagen tragen dem Gedanken der Inklusion Rechnung, machen das Quartierszentrum aber auch für alle Altersgruppen zugänglich. Der Schulhof wird als Teil des Gesamtkonzepts ebenfalls neu gestaltet. Die Schülerinnen und Schüler der Schule Im Hederichsfeld haben 2017 Ideen für die Gestaltung des 1.400 Quadratmeter großen Geländes entwickelt, die der zuständige Fachbereich Stadtgrün zur Grundlage seiner Planung gemacht hat. Inzwischen liegt ein fertiger Entwurf vor. Der Schulhof wird voraussichtlich 2019 umgebaut.

Der Umbau zum Quartierszentrum und die Sanierung der Schule Im Hederichsfeld kosten insgesamt 12.100.500 Euro. Als eines der zentralen Projekte des Stadtentwicklungskonzepts Opladen wird es mit 80 Prozent vom Land NRW gefördert. Während der Sanierungsphase ist eine gleichzeitige schulische Nutzung des Gebäudes ausgeschlossen. Die Schülerinnen und Schüler sind während der Bauphase im Glaspalast auf dem Grundstück der Realschule Am Stadtpark untergebracht. Der Wiedereinzug der Schule ist für nach den Sommerferien 2020 geplant. Die Arbeiten werden innerhalb des Förderzeitraumes abgeschlossen werden können.


Entwicklung des Einzelhandels- und Gastronomiestandortes
Für eine fundierte Beratung der Opladener Geschäftsinhaber steht seit Mitte des Jahres 2017 ein Gutachten zum Einkaufs- und Gastronomiestandort Opladen zur Verfügung. Dafür haben sich das Planungsbüro Stadt + Handel aus Dortmund und das Büro Standortentwicklung Neufeld aus Bochum im Stadtteil umgesehen, haben sich jedes Ladenlokal angeschaut und bewertet: Wer ist gut positioniert, wer sollte modernisieren, sein Sortiment oder seine Warenpräsentation verändern? Wo machen Vergrößerungen von Ladenlokalen Sinn und wo müssen Laufbeziehungen hergestellt werden? Die Gutachter beschränkten sich dabei nicht nur auf die Fußgängerzone, sondern betrachteten auch die Seitenstraßen bis in die Neustadt von Opladen.

Sie schlagen in ihrem Gutachten für jedes Quartier Maßnahmen zur Entwicklungsoptimierung vor. Händler und Gastronomen können ihre „Beurteilung“ nach Terminvereinbarung mit dem Stadtteilmanagement oder der Wirtschaftsförderung Leverkusen (WfL) einsehen. Es wurden bereits mehr als ein Dutzend Gespräche mit Akteuren zu dem Gutachten geführt. Ab 2018 wird außerdem ein Quartiersarchitekt alle investitionswilligen Händler, Gastronomen und Eigentümer zu Möglichkeiten einer Neugestaltung des Ladenlokals oder Fassadengestaltung der Immobilie beraten und auch die Kosten dafür abschätzen. Interessierte Ladeninhaber und Hauseigentümer können sich für diese Beratung ebenfalls beim Stadtteilmanagement oder bei der Wirtschaftsförderung anmelden.

Des Weiteren wurden im vergangenen Jahr von Wirtschaftsförderung und Stadtteilmanagement zahlreiche Gespräche mit Einzelhändlern, Gewerbetreibenden und Gastronomen zum Aufbau einer Kommunikations- und Organisationsstruktur geführt. Es gab Beratungen zum Aufbau von Quartiersgemeinschaften, zum Beispiel an der Birkenbergstraße, wo bereits erste Maßnahmen verabredet wurden und vorbereitet werden. Anfang des Jahres 2018 werden Stadtteilmanagement und Wirtschaftsförderung weitere Quartiersgespräche in der südlichen Kölner Straße und Neustadt zum Aufbau einer Quartiersgemeinschaft initiieren. Im Dialog mit den Gastronomen wurde ein erster Workshop durchgeführt, um Handlungsbedarfe zu identifizieren und erste Maßnahmen zu entwickeln. Dieser soll zu Beginn des neuen Jahres fortgeführt werden. Das alles geschieht im Dialog mit der Aktionsgemeinschaft Opladen (AGO).

Ein erfreuliches Zwischenfazit kann gezogen werden, denn mehrere Gewerbetreibende haben bereits angekündigt, in ihr Ladenlokal bzw. Immobilie zu investieren.

Ein weiteres Ergebnis dieser Dialogarbeit ist die Weiterentwicklung des Weihnachtsmarkts. Anregungen und Ideen wurden konstruktiv aufgenommen, so wurden beispielsweise die Rückseiten der Weihnachtshütten vom Atelier Voeste neugestaltet. Viele helfende Hände brachten die zum Teil selbstgebastelte Dekoration an den 50 Weihnachtsbäumen an, ein Feuerkorb sorgt für wohlige Atmosphäre. Neue und bewährte Konzepte in den Hütten sorgten für ein vielfältiges Angebot zum 40. Bergischen Dorf in Opladen.


Workshops und Informationen mit den Akteuren in der Bahnhofstraße
Ein wichtiges Projekt der Stadtteilentwicklung ist die funktionale und gestalterische Aufwertung der Bahnhofstraße, da diese künftig eine zentrale Bedeutung zwischen der Haupteinkaufslage Kölner Straße und den Neubauten rund um den neuen Busbahnhof auf der nbso-Westseite erhalten wird.

In 2017 wurde Kontakt mit Immobilieneigentümern und gewerblichen Mietern an der Bahnhofstraße hergestellt und intensiviert. Die dadurch gewonnenen Anregungen, Sorgen und Bedürfnisse wurden in einer Auftaktveranstaltung und anschließenden Workshopreihe aufgenommen und mit den Akteuren diskutiert. Alle Anlieger sollen mit ihren unterschiedlichen kulturellen, sprachlichen sowie Mentalitäts- und Wertehintergründen an dem Entwicklungsprozess beteiligt und zusammengeführt werden. Unterstützt wurden die Stadt Leverkusen, die Wirtschaftsförderung Leverkusen und das Stadtteilmanagement bei diesem Prozess vom SO.CON-Institut der Hochschule Niederrhein. Es wurden Kommunikationsstrukturen zwischen den Akteuren in der Bahnhofstraße aufgebaut und dadurch die Bereitschaft geschaffen, an der nachhaltigen Standortstärkung und -aufwertung mitzuwirken.

Um erste Ideen für ein Baustellenmarketing zu sammeln, hat das Stadtteilmanagement gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung zu einem Anliegertreffen eingeladen. Wichtig ist den Geschäftstreibenden eine transparente Kommunikation während der Baustellenzeit. Eins kann schon jetzt sichergestellt werden: Die Erreichbarkeit und Zuwegung zu den Geschäften und Ausfahrten wird auch während der Bauphase gewährleistet. Mittels unterschiedlicher Informationsträger, von einer Bildschirmpräsentation bis hin zu Flyern und Fensterfolien werden die Abläufe zur Baustelle kommuniziert. Aktiv eingebunden werden die Geschäftsleute und Gastronomen auch dabei, wenn es darum geht, den Spatenstich zu organisieren.


Internetseite und einheitliches Gestaltungsbild (Corporate Design)
Seit Mitte des Jahres 2017 gibt es zur aktuell laufenden Stadtteilentwicklung in Opladen eine eigene Internetseite: www.stadtteilentwicklung-opladen.de.

Stadtverwaltung, Wirtschaftsförderung und Stadtteilmanagement wollen hiermit nicht nur alle Bürgerinnen und Bürger ständig über den Stand und über Maßnahmen und Projekte der Stadtteilentwicklung informieren und in den Prozess einbeziehen, sondern mit dem Einzelhandel und der Gastronomie auch den Stadtteil stärken und alle Akteure intensiver miteinander vernetzen. Bereits knapp 20 Händler und Gastronomen findet man mit ihren Angeboten auf der STEK-Internetseite. Die Seite bietet außerdem einen Überblick über Aktionen und Feste, die im Stadtteil stattfinden. Ergänzend zur Internetseite wurde ein einheitliches Gestaltungsbild für die Stadtteilentwicklung und den Stadtteil, ein sogenanntes Corporate Design, erarbeitet und vorgestellt. Durch das markante Logo mit Bahnsignal, Einkaufstasche, Haus und Cocktailglas und dem Slogan „Opladen, hier fühl‘ ich mich wohl“, das nun überall vor Ort erscheint, soll ein positives Gemeinschaftsgefühl für den Stadtteil geschaffen werden.

 

Opladener Laden
Seit Anfang Dezember 2017 gibt es mit dem „Opladener Laden“ an der Bahnhofstraße 21 eine Kontakt- und Beratungsstelle für Menschen mit Beratungsbedarf in sozialen Fragen. Betrieben wird er von der AWO, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch dabei helfen, sich im „Beratungsdschungel“ zurechtzufinden. Mit dem neuen Angebot soll die Kooperation der vielfältigen Dienstleistungen im Bereich der Jugend-, Gesundheits-, Alten-, Sozial- und Integrationshilfe im Stadtteil vorangetrieben werden. Als Projekt aus dem Stadtteilentwicklungskonzept (STEK) wird die Einrichtung aus Mitteln der Städtebauförderung finanziert. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Quartierszentrum „Im Hederichsfeld“ wird angestrebt. Zugleich ist im „Laden“ der insgesamt fünfte Leverkusener Standort für das städtische Konzept „Frühe Hilfen“ eingerichtet.

 

Beschilderungssystem
Im Rahmen des Erarbeitungsprozesses des STEK haben die Bürgerinnen und Bürger auf den Informationsveranstaltungen u.a. konstatiert, dass der Innenstadtbereich durch ein starkes Verkehrsaufkommen belastet ist, eine Belastung, die durch eine schwierige Orientierung im Stadtteil verstärkt wird. Um dieses Defizit zu beheben, sollen im Rahmen der STEK-Umsetzung die innerstädtischen Wegeverbindungen unter die Lupe genommen und die überörtlichen Anbindungen durch eine bessere Beschilderung verdeutlicht werden. In 2018 wird zunächst ein Gutachten über eine optimierte Wegeführung für Fußgänger und Radfahrer im Stadtteil erstellt. Dazu gehört ein Vorschlag zu einem geeigneten Beschilderungssystem. Dieses soll in einem nächsten Schritt auch ausgeschrieben und in Opladen installiert werden. Die Bürger werden im Rahmen einer Informationsveranstaltung über das Projekt informiert.

 

Fazit
Alle diese Maßnahmen verfolgen als Generalziel die Stärkung und weiterhin positive Entwicklung des Zentrums von Opladen als beliebten Einkaufs- und Ausgehstandort, aber auch als bedeutenden Ausbildungs-, Arbeits- und Wohnstandort mit großer Aufenthaltsqualität und einem vielfältigen urbanen Angebot.
 

Foto: Stefan Karl, stellv. Leiter des Fachbereichs Stadtplanung, Baudezernentin Andrea Deppe, Stadtteilmanagerin Silke de Roode und WfL-Projektleiter Rainer Bertelsmeier (v.l.n.r.) präsentierten im Stadtteilbüro Opladen die vielfältigen Maßnahmen und Aktivitäten im Rahmen des Stadtentwicklungskonzepts Opladen.

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