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Corona: Aktuelle Informationen für Unternehmen

Liebe Leverkusener Unternehmerinnen und Unternehmer,

die Corona-Pandemie hat nicht nur gesundheitliche und gesellschaftliche Folgen, sondern auch noch nicht absehbare Auswirkungen auf die Wirtschaft. Deshalb haben wir Ihnen hier die wichtigsten Informationen für Leverkusener Unternehmen, Selbstständige und Freiberuflerinnen und Freiberufler im Zusammenhang mit dem COVID-19 Virus zusammengestellt.

Wir geben Ihnen hier einen Überblick über die bisher bekannten landes- und bundesweiten Maßnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus. Wir aktualisieren fortlaufend unsere Homepage um Ihnen immer wieder neue Informationen zu geben.

Wir möchten Sie bitten zunächst die nachfolgenden Informationen auf den verlinkten Seiten aufmerksam zu lesen. 
Wir hoffen, dass die für Sie relevanten Informationen dabei sind.

Bei ergänzenden Fragen stehen wir Ihnen dann gerne telefonisch montags bis donnerstags von 9:00 bis 13:00 und 14:00 - 16:00 Uhr,
sowie freitags von 9:00 - 13:00 Uhr zur Verfügung.
Telefon: 0214 - 8331-0

Bleiben Sie gesund!

Ihre WfL

Liquiditätshilfen für Unternehmen

Der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen, aber auch die Stadt Leverkusen haben zahlreiche Hilfspakete und Sonderprogramme aufgelegt, um Unternehmen, Selbstständigen und Freiberuflern in der Corona-Krise wirtschaftlich und finanziell zu unterstützen.


aktuell: Soforthilfen für Kleinuntenrehmen und Solo-Selbständige

Informationen zu den finanziellen Soforthilfen (Zuschüsse) für Kleinunternehmen (1 - 25 Beschäftigte), Selbstständige, Freiberufler, Einzelunternehmer (Solo-Unternehmer) finden Sie im Folgenden unter Punkt 6  

Das Antragsformular finden Sie auf der Seite wirtschaft.nrw/corona oder auf der Seite der Bezirksregierung Köln


Bei Rückfragen zur Antragstellung wenden Sie sich an die Telefon-Hotlines.

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) und die Handwerkskammern in Nordrhein-Westfalen bieten den Antragstellenden eine spezielle Telefonauskunft zu speziellen Fragen des Antragsverfahrens an.

Bitte lesen Sie sich zunächst alle Informationen in Ruhe durch und machen sich mit dem Antragsformular vertraut. Erst wenn sich daraus weitere gezielte Fragen ergeben wenden sie sich mit diesen an

  • die IHK Köln, Tel. 0221 1640-444
  • die Handwerkskammer zu Köln, Tel. 0221 2022-0

Für alle weiteren Fragen zu den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie wenden sie sich auch weiterhin gerne an die WfL. 

 

Hier eine Übersicht über alle Instrumente und Angebote


Im Folgenden werden diese Hilfsangebote weiter erläutert, die wir ständig für Sie aktualisieren, neu struktrieren und ergänzen.

Bitte beachten Sie: die Angaben in diesem Beitrag sind nicht rechtsverbindlich!     

1. Kurzarbeitergeld

Kurzarbeitergeld

Informationen für Unternehmen von der Bundesagentur für Arbeit

Maßnahme: Wenn ein Arbeitsausfall vorübergehend und unvermeidbar ist, können Unternehmen für Ihre Mitarbeitenden den erleichterten Zugang für das befristete Kurzarbeitergeld rückwirkend vom 01.03.2020 an bis spätestens zum 31. Dezember 2020 beantragen (Stand des Referentenentwurfs vom 19.03.2020).

Ziel: Eine finanzielle Erleichterung der Unternehmen durch Erstattung der anfallenden Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden zu 100 Prozent sowie als Bezug bis zu 12 Monate (mit maximal einem Monat Unterbrechung).

Höhe des Kurzarbeitergeldes:
Das Kurzarbeitergeld berechnet sich nach dem Netto-Entgeltausfall. Beschäftigte in Kurzarbeit erhalten grundsätzlich 60 Prozent des pauschalierten Netto-Entgelts. Lebt mindestens ein Kind mit im Haushalt, beträgt das Kurzarbeitergeld 67 Prozent des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts. Die maximale gesetzliche Bezugsdauer beträgt 12 Monate.

Voraussetzung:  Zutreffen müssen alle der nachfolgenden Punkte:

  1. Ein erheblicher Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent bei mindestens 10 Prozent der Beschäftigten (§ 96 SGB III)
  2. Betriebe oder der Betriebsabteilung mit mindestens einer Arbeitnehmerin/einem Arbeitnehmer (§ 97 SGB III)
  3. Beantragung nur für Arbeitnehmer, die sozialversicherungspflichtig in der Arbeitslosenversicherung beschäftigt sind (§ 98 SGB III)
  4. Anzeige mit Begründung des erheblichen Arbeitsausfalles im Kalendermonat des Beginns der Kurzarbeit / unverzüglich bei einem unabwendbaren Ereignis (§ 99 SGB III)

Vorgehen: Der Arbeitgeber melden Kurzarbeit schriftlich bei der Agentur für Arbeit am Betriebssitz an und beantragt das Kurzarbeitergeld. Letzteres übernimmt in der Regel der Lohnbuchhalter Ihres Steuerberaters. Ein Online-Antrag ist ebenso auf der Seite „Kurzarbeitergeld“ möglich.

Die Bundesagentur für Arbeit hat dazu ein Merkblatt für Unternehmen sowie zwei anschauliche Erklärvideos zu den Voraussetzungen und dem Verfahren zusammengestellt:

Merkblatt   

Erklärvideo - Voraussetzungen

Erklärvideo - Verfahren   

Kontaktnummer bei der Arbeitsagentur - Leverkusen: 0214 8339-200

2. Kredite für Unternehmen zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen

Ausbleibende Umsätze können sehr schnell zu Liquiditätsproblemen führen, da laufende Kosten weiterhin gedeckt werden müssen. Hier gilt es schnell zu handeln. Bund und das Land NRW haben Kreditprogramme aufgestellt, um Unternehmen kurzfristig liquide zu halten. Die Beantragung der Mittel läuft i. d. R. über Ihre Hausbank. Bitte setzen Sie sich  mit Ihrem Berater in Verbindung, um ein für Sie geeignetes Kreditprogramm auszuwählen.                                           

Wir haben Ihnen hier einige Eckpunkte zu den einzelnen Programmen zusammen gestellt:

Liquiditätshilfen der KfW: KfW Sonderprogramm 2020

Für wen:
Junge und etablierte Unternehmen bis zu einem Gruppenjahresumsatz von 2 Mrd. Euro, die bis zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten waren

Einzelheiten:
Der Kredithöchstbetrag je Unternehmensgruppe beträgt 200 Mio. Euro für Investitionen und Betriebsmittel. Betriebsmittelfinanzierungen werden mit einer Laufzeit bis zu 5 Jahre mit einem tilgungsfreien Anlaufjahr und als endfällige Variante mit 2 Jahren Laufzeit angeboten.

Für Unternehmen, die mindestens 3 Jahre am Markt aktiv sind, bietet die KfW für Betriebsmittel und Investitionen eine 90%-ige Risikoübernahme (Haftungsfreistellung gegenüber der Hausbank, nicht für den Kreditnehmer) an.

Antragstellung:
Ab dem 23.03.2020 Beantragung eines Kredits für Investitionen und Betriebsmittel bei der Hausbank (sofern das Unternehmen bis zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten war).

Zur beschleunigten Abwicklung der Verfahren wird die KfW bei Kreditbeträgen bis zu 3 Mio. Euro die Risikoprüfung der Finanzierungspartner übernehmen und auf eine eigene Risikoprüfung verzichten.

Informationen sowie alle Formulare zum KfW Unternehmerkredit

Informationen sowie alle Formulare zum ERP-Gründerkredit-Universell

 

Wenn Sie die von Ihrer Hausbank erforderlichen Sicherheiten für einen Kredit nicht stellen können, übernimmt die Bürgschaftsbank NRW (bzw. das Landesbürgschaftsprogramm für Großunternehmen) Ausfallbürgschaften, so dass Ihre Liquidität dadurch gesichert werden kann.

Bürgschaften/Bürgschafts-Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen

Übernahme von Ausfallbürgschaften durch die Bürgschaftsbank NRW an Kredite, wenn diese vom Kreditinstitut der Unternehmen keine ausreichenden Sicherheiten stellen können (evtl. vorhandene Sicherheiten sind jedoch einzubringen); bis 2,5 Mio Euro

Übernahme von Ausfallbürgschaften durch das Landesbürgschaftsprogramm an Kredite, wenn diese vom Kreditinstitut der Unternehmen keine ausreichenden Sicherheiten stellen können (evtl. vorhandene Sicherheiten sind jedoch einzubringen); ab 2,5 Mio Euro

Für wen:
- mittelständische Unternehmen
- Großunternehmen (über Landesbürgschaftsprogramm)

Einzelheiten:
Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen können durch die Bürgschaftsbank NRW (bis 2,5 Mio. Euro) und das Landesbürgschaftsprogramm (ab 2,5 Mio. Euro, auch Großunternehmen) besichert werden. Der Bürgschaftsrahmen wurde massiv ausgeweitet – sowohl für das Landesbürgschaftsprogramm als auch für die Bürgschaftsbank NRW. Die Verbürgungsquote wird von 80 Prozent auf 90 Prozent erhöht, sobald die notwendigen europäischen Rahmenbedingungen in Kraft treten.

Die Bürgschaftsbank ermöglicht eine 72-Stunden-Expressbürgschaft (bis 250.000 Euro), beim Landesbürgschaftsprogramm wird eine Bearbeitung innerhalb einer Woche angestrebt.

Antragstellende Unternehmen und ihre Geschäftsmodelle sollen vor Ausbruch der Krise wirtschaftlich tragfähig gewesen sein, so die deutschen Bürgschaftsbanken.

Wichtig für die schnelle und erfolgreiche Beurteilung von Anfragen für die Begleitung einer Überbrückungsfinanzierung ist die Vorlage eines plausiblen Liquiditätsplans, aus welchem der erforderliche Kapitalbedarf hervorgeht.

Antragstellung:
kostenlose Anfrage/Antragstellung online über das Finanzierungsportal durch das betroffene Unternehmen oder dessen Hausbank

 

Allgemeine Informationen für Unternehmen zu Liquiditätshilfen und Programmen
finden Sie hier

Informationen zu Krediten zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen für Unternehmen durch die Bürgschaftsbank NRW und NRW Bank
finden Sie hier.

Informationen der KFW-Bank: Kredite für Unternehmen
finden Sie hier.

3. Steuererleichterung für Unternehmen aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus

Steuerliche Maßnahmen der Landesregierung NRW

Die Finanzverwaltung kommt von der Krise betroffenen Unternehmen auf Antrag mit zinslosen Steuerstundungen (Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer) und der Herabsetzung von Vorauszahlungen (Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer) entgegen. Für die entsprechenden Anträge steht ab sofort ein vereinfachtes Antragsformular zur Verfügung. Dieses ist abrufbar unter www.finanzverwaltung.nrw.de.

Von Vollstreckungsmaßnahmen wird bis auf Weiteres abgesehen. Säumniszuschläge werden erlassen. Sondervorauszahlungen für Dauerfristverlängerungen bei der Umsatzsteuer für krisenbetroffene Unternehmen werden auf Antrag auf Null herabgesetzt.

Nehmen Sie zu allen steuerrechtlichen Fragen auch Kontakt mit Ihrem Steuerberatungsbüro auf


Nehmen Sie zu allen steuerechtlichen Fragen auch Kontakt mit Ihrem Steuerberatungsbüro auf.

4. Hilfestellungen und finanzielle Entlastungen der Stadt Leverkusen

Steuerpolitische Unterstützungsmaßnahmen (Liquiditätshilfen) der Stadt Leverkusen für Unternehmen zur Bewältigung der Auswirkungen des Corona-Virus

Die Stadtverwaltung Leverkusen unterstützt nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich von der Corona-Krise betroffene Steuerpflichtige.

Gewerbesteuer

1.) Von der COVID-19-Pandemie betroffene Gewerbesteuerpflichtige können bis zum 31. Dezember 2020 unter Darlegung ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse Anträge auf Stundung der bis zu diesem Zeitpunkt bereits fälligen oder fällig werdenden Gewerbesteuern sowie Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen auf die Gewerbesteuer stellen. Die Anträge sind schriftlich oder per E-Mail an die Stadtverwaltung Leverkusen, Fachbereich Finanzen, Abteilung Beteiligungen, Steuern und Abgaben zu richten.

Bei der Nachprüfung der Voraussetzungen für Stundungen werden keine strengen Anforderungen gestellt. Auf die Erhebung von Stundungszinsen kann in diesen Fällen verzichtet werden.

2.) Anträge auf Stundung der nach dem 31. Dezember 2020 fälligen Gewerbesteuern sowie Anträge auf Anpassung der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen, die nur die Zeiträume nach dem 31. Dezember 2020 betreffen, sind besonders zu begründen.

3.) Anträge auf Herabsetzung der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen und Veranlagungen mit Erstattungsansprüchen werden bevorzugt bearbeitet. Die Stadt Leverkusen bearbeitet diese Anträge der betroffenen Unternehmen eigenständig und verzichtet im Regelfall auf einen geänderten Grundlagenbescheid des Finanzamtes.

Mahnungen und Abbuchungen im Rahmen des SEPA-Lastschriftverfahrens werden bei genehmigten Stundungsanträgen – soweit es die unter 1.) genannten Forderungen betrifft – im Stundungszeitraum nicht durchgeführt.

4.) Wird dem Steueramt bzw. der Abteilung Vollstreckung der Stadt per Antragstellung bekannt, dass ein Vollstreckungsschuldner von der Corona-Krise betroffen ist, kann im begründeten Einzelfall bis zum 31. Dezember 2020 von Vollstreckungsmaßnahmen abgesehen werden. In diesen Fällen können die im Zeitraum ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung des BMF-Schreibens (19.03.2020) bis zum 31. Dezember 2020 verwirkten Säumniszuschläge erlassen werden.


Vergnügungssteuer

Vergnügungssteuer-Anmeldungen werden während der Dauer der behördlich angeordneten Schließung der entsprechenden Einrichtungen nicht angemahnt. Es werden für diesen Zeitraum keine Schätzungsbescheide erlassen. Verspätungszuschläge werden insoweit ebenfalls nicht mehr festgesetzt.

Im Hinblick auf die Regelung des § 222 Satz 3 der Abgabenordnung kommt eine Stundung der Vergnügungssteuer grundsätzlich nicht in Betracht. In begründeten Einzelfällen, d.h. insbesondere bei den eher kleinen Unternehmen der Branche, kann eine solche Handhabung aber dazu führen, dass sich die Liquiditätslage erheblich verschlechtert. Insoweit wird bei entsprechenden Anträgen auch hier gesondert geprüft, ob eine Stundung in Betracht kommt. Auf die Erhebung von Stundungszinsen kann in diesen Fällen ebenfalls nach Einzelfallprüfung verzichtet werden.

Für Mahn- und Vollstreckungsmaßnahmen gilt das zu den Forderungen zu 1.) ausgeführte entsprechend.

Die vorgenannten Regelungen zur Gewerbesteuer und Vergnügungssteuer finden ab sofort und bis auf Weiteres Anwendung.

 

weitere kommunale Abgaben

Andere kommunale Abgaben, mit Ausnahme von Buß- und Verwarngeldern der Stadt Leverkusen, können im Einzelfall ebenfalls bei Unternehmen, die besonders von der Corona-Krise betroffen sind, auf Antrag gestundet werden. Auch hier gelten die vorgenannten Grundsätze entsprechend.

Falls sich Zahlungsschwierigkeiten aufgrund der aktuellen Krise ergeben, können grundsätzlich auch Anträge auf Stundung oder Aussetzung städtischer Abgaben (z.B. Sondernutzungsgebühren) für die Dauer der Corona-Krise gestellt werden.

Es wird darum gebeten, die Betroffenheit durch die Corona-Pandemie hinreichend zu erläutern, um einen möglichst reibungslosen Ablauf im Sinne der Unternehmen sicherzustellen.

Für Fragen zur Gewerbesteuer ist ein Ansprechpartner der Stadt unter der Rufnummer 0214-406 2161 von montags bis donnerstags in der Zeit von 8.30 bis 15.30 Uhr sowie freitags von 8.30 bis 12.30 Uhr telefonisch erreichbar. Sie können sich auch gerne unter der E-Mail: 20@stadt.leverkusen.de dem Fachbereich Finanzen in Verbindung setzen.
 

Allgemeine Informationen und Maßnahmen der Stadt Leverkusen zum Corona-Virus und zum Kontakt zur Stadtverwaltung
finden Sie hier.

5. Verdienstausfälle von Mitarbeitenden und Selbstständigen bei Quarantäne und Erkrankungen

Wer aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) einem Tätigkeitsverbot unterliegt und einen Verdienstausfall erleidet, ohne krank zu sein, erhält grundsätzlich eine Entschädigung.
Der Antrag muss vom Arbeitgeber gestellt werden. 

Auch Selbstständige haben einen Anspruch auf Entschädigung, sofern sie durch eine behördliche Anordnung (Gesundheitsamt oder Ordnungsamt) unter Quarantäne gestellt wurden oder gegenüber denen ein Tätigkeitsverbot ausgesprochen wurde. Der Antrag ist direkt an den Landschaftsverband Rheinland (LVR) zu stellen.

Alle Informationen des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) zu Entschädigungnen von Verdienstausfällen 
finden Sie hier.

Hotline des LVR, Köln: 0221 – 809 5444

Informationsschreiben des LVR zum Antrag auf Erstattung von Lohnkosten
Hier das PDF-Dokument herunterladen.

Antrag auf Erstattung von Arbeitgeberaufwendungen
Hier das PDF-Dokument herunterladen.

 

6. Finanzielle Soforthilfe (Zuschüsse) für Selbstständige, Freiberufler, Einzelunternehmer (Solo-Unternehmer)

Finanzielle Soforthilfe (Zuschüsse) des Bundes für Kleinstunternehmen, Solo-Selbständige und Angehörige der Freien Berufe bis zu 10 Beschäftigte und finanzielle Sofortmaßhilfe (Zuschüsse) des Landes NRW für Unternehmen von 10 bis 50 Beschäftigte


Ziel: 

Zuschuss zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz der Antragsteller und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen, u.a. durch laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u.ä 


Wer wird gefördert?

Anträge können von gewerblichen und gemeinnützigen Unternehmen, Solo-Selbstständigen und von Angehörigen der Freien Berufe, einschließlich Künstler/innen, mit bis zu 50 Beschäftigten (umgerechnet auf Vollzeitkräfte) gestellt werden, die im Haupterwerb

  • wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen/Freiberufler/Selbstständige tätig sind,
  • ihren Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen haben und
  • ihre Waren oder Dienstleistungen bereits vor dem 1. Dezember 2019 am Markt angeboten haben.


Was wird gefördert?

Die Unternehmen sollen bei der Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz und Überbrückung von akuten Finanzierungsengpässe, u.a. für laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u.ä., sowie dem Erhalt von Arbeitsplätzen durch einen Zuschuss unterstützt werden. (Zur Reduzierung von Personalkosten gibt es das Kurzarbeitergeld)
 
Voraussetzung: erhebliche Finanzierungsengpässe und wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge von Corona. Dies wird angenommen, wenn

  • sich für den Monat, in dem der Antrag gestellt wird, ein Umsatz- bzw. Honorarrückgang von mindestens 50 Prozent verglichen mit dem durchschnittlichen monatlichen Umsatz (bezogen auf den aktuellen und die zwei vorangegangenen Monate) im Vorjahr ergibt. Rechenbeispiel: Durchschnittlicher Umsatz Januar bis März 2019: 10.000 Euro, aktueller Umsatz März 2020: 5.000 Euro oder
  • der Betrieb auf behördliche Anordnung wegen der Corona-Krise geschlossen wurde oder
  • die vorhandenen Mittel nicht ausreichen, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens (bspw. Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten) zu zahlen (= Finanzierungsengpass) 

Die Soforthilfe gilt für Antragsteller, die zum Stichtag 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten waren, aber danach in Folge des Ausbruchs von COVID-19 Schwierigkeiten hatten oder in Schwierigkeiten geraten sind.


Wie hoch ist die Förderung?

Die Soforthilfe erfolgt im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses. Sie ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt für drei Monate:

  • 9.000 Euro für antragsberechtigte Solo-Selbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten,
  • 15.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten,
  • 25.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten 


Wie wird die Zahl der Beschäftigten gezählt?

Stichtag für die Berechnung der Mitarbeiterzahl ist der 31.12.2019. Zur Umrechnung von Teilzeitkräften und 450 Euro-Jobs in Vollzeitbeschäftigte:
 
Mitarbeiter bis 20 Stunden = Faktor 0,5
Mitarbeiter bis 30 Stunden = Faktor 0,75
Mitarbeiter über 30 Stunden & Auszubildende = Faktor 1
Mitarbeiter auf 450 Euro-Basis = Faktor 0,3
 
Der/Die Unternehmer/in selbst ist mitzuzählen.


Wie funktioniert das Antragsverfahren?

Das Antragsverfahren funktioniert vollständig digital. Antragsteller können ihren Antrag online auszufüllen und absenden. Sie erhalten im Anschluss eine automatisierte Eingangsbestätigung. Alle Anträge werden nach Eingangsdatum bearbeitet.
 
Der Link zum Antragsverfahren wird am Freitag hier und der Webseite der Bezirksregierung Köln zur Verfügung gestellt.


Wichtiger Hinweis

Wichtiger Hinweis: Bitte senden Sie Ihren Antrag nicht postalisch oder per Mail an das Wirtschaftsministerium oder die Bezirksregierungen. Diese werden nicht bearbeitet. Ausgedruckte Anträge können nicht verarbeitet werden.


Welche Informationen werden für die Antragstellung benötigt?

  • Zur Identifikation ist ein amtliches Ausweisdokument (Personalausweis, Reisepass, usw.) erforderlich.
  • Im Rahmen des Antrags ist die Handelsregisternummer oder eine andere Registernummer (soweit vorhanden) sowie das zugehörige Amtsgericht anzugeben.
  • Außerdem werden die Steuernummer des Unternehmens und die Steuer-ID eines der Eigentümer abgefragt.
  • Informationen zur Bankverbindung (IBAN + Kreditinstitut) des Firmenkontos für die Auszahlung.
  • Abgefragt werden außerdem die Art der gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit (sog. Wirtschaftszweigklassifikation). Weitere Informationen hier.
  • Im Rahmen des Antrags wird die Anzahl der Beschäftigten abgefragt. Hilfestellung bei der Berechnung der Vollzeitbeschäftigten s. oben. 

Hinweis

Nordrhein-Westfalen fördert nach der Kleinbeihilfen Regelung des Bundes. Eine sogenannte De-Minimis-Erklärung ist nicht erforderlich.
 
Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass der Antragssteller/die Antragsstellerin an Eides statt versichert, alle Angaben im Antragsformular nach bestem Wissen und Gewissen und wahrheitsgetreu gemacht zu haben.

Diese und weitere Informationen zum Soforthilfeprogramm finden Sie auf der Seite des Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen


Das Antragsformular und mehr Infos finden Sie auf der Seite wirtschaft.nrw/corona oder über die Bezirksregierung Köln.


Bei Rückfragen zur Antragstellung wenden Sie sich an die Telefon-Hotlines.

Die Industrie- und Handelskammern (IHK) und die Handwerkskammern in Nordrhein-Westfalen bieten den Antragstellenden eine spezielle Telefonauskunft zu speziellen Fragen des Antragsverfahrens an.

Bitte lesen Sie sich zunächst alle Informationen in Ruhe durch und machen sich mit dem Antragsformular vertraut. Erst wenn sich daraus weitere gezielte Fragen ergeben wenden sie sich mit diesen an

  • die IHK Köln, Tel. 0221 1640-444
  • die Handwerkskammer zu Köln, Tel. 0221 2022-0

Für alle weiteren Fragen zu den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie wenden sie sich auch weiterhin gerne an die WfL. 

Tel. 0214 8331-0
E-Mail info[at]wfl-leverkusen.de

 

 

7. Gründer und Start-ups

  • Die Landesregierung will privaten Investoren, die Startups weiteres Geld geben, ein Finanzierungsangebot der NRW.BANK an die Seite stellen („Matching Fund“)
     
  • Das Land NRW hat in Aussicht gestellt, das NRW-Gründerstipendium zu verlängern. Damit haben innovative Gründungsideen in NRW die Chance, 1.000 Euro monatlich für die Dauer von bis zu einem Jahr zu erhalten. Mehr Informationen zum NRW-Gründerstipendium gibt es hier.

  • Das Programm Mittelstand innovativ soll neu ausgerichtet und besser ausgestattet werden

Weitere Infos folgen.

Weitere Informationen auch über das Probierwerk Leverkusen

8. Soforthilfe für freischaffende, professionelle Künstlerinnen und Künstler

Maßnahme:  Mit den Mitteln aus diesem Sofortprogramm sollen Künstlerinnen und Künstler unterstützt werden, die professionell und selbständig tätig sind und durch die Absage von Projekten, Veranstaltungen oder sonstiger Engagements aufgrund von Verfügungen Einnahmeausfälle nachweisen können. Ein Anspruch auf die Gewährung einer Förderung besteht nicht.

Zuschuss in welcher Höhe: Existenzsichernde Einmalzahlung in Höhe von bis zu 2.000 Euro (muss nicht zurückgezahlt werden)

Voraussetzung: Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse

Zuständigkeit: Bezirksregierung Köln

Antragstellung:  ab sofort, Formular zum Download unter diesem Link.

Was tun, bis die Sofort-Hilfen verfügbar sind?

Anträge aus dem Soforthilfeprogramm ausschließlich online gestellt werden.

Für eine zügige Antragstellung können Sie schon jetzt einmal folgende Unterlagen vorbereiten:

  • Zur Identifikation ist ein amtliches Ausweisdokument (Personalausweis, Reisepass, usw.) erforderlich.
  • Im Rahmen des Antrags ist die Handelsregisternummer oder eine andere Registernummer (soweit vorhanden) sowie das zugehörige Amtsgericht anzugeben.
  • Außerdem werden die Steuernummer des Unternehmens und die Steuer-ID eines der Eigentümer abgefragt.
  • Informationen zur Bankverbindung (IBAN + Kreditinstitut) des Firmenkontos für die Auszahlung.
  • Abgefragt werden außerdem die Art der gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit (sog. Wirtschaftszweigklassifikation). Weitere Informationen hierzu finden Sie hier.

Bitte Beachten Sie:

Möglicher kann aufgrund der hohen Anzahl erwarteter Antragstellerinnen und Antragsteller es in den ersten Stunden und Tagen zur Überlastung des Servers kommen.

Vielleicht warten Sie noch ein paar Tage bis zur Antragstellung, wenn Sie die finanziellen Mittel nicht wirklich innerhalb der nächsten Tage benötigen.

Sie haben Zeit für Ihre Antragstellung bis zum 31.05.2020.
Es gibt aber kein Windhund-Prinzip!

 

Weitere Tipps und Hinweise

  • Zunächst sollten Sie die Corona-Soforthilfen stets im Blick behalten, damit Sie schnell reagieren können. Die WfL Wirtschaftsförderung Leverkusen GmbH aktualisiert ihre Webseite regelmäßig mit neuen Informationen (vgl. Punkt 6).
  • Prüfen Sie zudem das Kurzarbeitergeld sowie Steuerstundungen und -herabsetzungen
  • Achten Sie auf Liquidität: Wo können Sie sparen? Und behalten Sie offene Rechnungen im Blick – warten Sie nicht mit Zahlungserinnerungen und Mahnungen. Zur Rechnungsvorfinanzierung können Sie ihr Factoring einsetzen.
  • Planen Sie die nächsten Monate: Auch wenn die aktuellen Verwerfungen schon große Belastungen bedeuten, müssen Sie als Unternehmer den Blick auch noch ein Stück weiter in die Zukunft werfen. Dafür haben wir wichtige Tipps zusammengestellt.
  • Sprechen Sie mit dem Vermieter Ihrer Gewerbeflächen oder Ladenlokale über Mietstundungen oder Mietreduzierungen während der Krise.
  • Auch wenn Sie jetzt noch keine Liquiditätsprobleme haben, ist es ratsam zu prüfen, ob die Liquiditätshilfen des Bundes nicht in den kommenden Monaten notwendig werden könnten.

 

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