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Kultur

Das Kulturleben in Leverkusen verfügt über eine historisch bedingte Eigentümlichkeit: Hier gibt es in jeder Spielzeit zwei Kulturprogramme – das eine wird veranstaltet vom städtischen Eigenbetrieb KulturStadtLev, das andere von der Bayer Kultur. 

KULTURELLE VIELFALT DURCH DOPPELSPITZE

Das Kulturleben in Leverkusen verfügt über eine historisch bedingte Eigentümlichkeit: Hier gibt es in jeder Spielzeit zwei Kulturprogramme – das eine wird veranstaltet vom städtischen Eigenbetrieb KulturStadtLev, das andere von der Bayer Kultur. Diese beiden hochkarätigen Angebote mit Gastspielen von Orchestern, Ballett-, Musiktheater- und Schauspielensembles sowie Künstlern von internationalem Rang kommen nicht nur den Leverkusenern zugute. Das Kulturangebot der Stadt bildet auch überregional eine beliebte Alternative zu den festen Bühnen der benachbarten Großstädte. Das kulturelle Leben in Leverkusen begann mit dem stetigen Aufstieg der damaligen Farbenfabriken Bayer: Um die Jahrhundertwende gründeten sich die ersten musischen Werksvereine der einstigen Farbenfabriken, darunter ein Blasorchester und ein Streichorchester, die heutigen Bayer-Philharmoniker. 1908 wurde das Erholungshaus der Bayer AG eröffnet, in dem Konzerte und Theateraufführungen stattfanden und später auch auswärtige Künstler auftraten. Es wurde das erste Kulturzentrum Leverkusens. Heute dient das Erholungshaus der Bayer Kultur und den kulturellen Werksensembles der Bayer AG als Spielstätte und bietet Jahr für Jahr ein viel beachtetes Programm.  

 

Angeregt durch die vielfältigen kulturellen Aktivitäten der Farbenfabriken versuchte die Stadt, ein kommunales Gegengewicht zu schaffen. 1925, wenige Jahre vor Gründung der Stadt Leverkusen, unternahmen Honoratioren der damaligen Stadt Wiesdorf den erfolgreichen Versuch, die Grundlagen eines städtischen Konzertwesens zu etablieren. 1969 errichtete die Stadt Leverkusen dann eine eigene große Spielstätte – das Forum. Der damalige Ministerpräsident Heinz Kühn formulierte die Bedeutung dieses neuen Gebäudes für die Identität der Stadt so: „Das Forum zeigt, dass Leverkusen nicht mehr eine Fabrik ist, die eine Stadt besitzt.“ Vielmehr sei das Forum ein Zeichen dafür, „dass die Stadt immer mehr dazu kommt, ihrem Eigenleben selbst Gestalt und Inhalt zu geben“. Seit mehr als drei Jahrzehnten ziehen die international renommierten „Leverkusener Jazztage“ einmal im Jahr rund 20.000 Besucher in die Stadt. Für jeweils eine Woche ist die Rheinstadt damit der Mittelpunkt der internationalen Jazzszene. Namhafte Musiker wie B.B. King, Ray Charles, Al Jarreau und Nigel Kennedy traten im Lauf der Jahre hier auf, besondere Highlights waren die Auftritte von Miles Davis 1990 und Michel Petrucciani 1998.

 

Das Museum Morsbroich hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg als erstes Museum des Landes der zeitgenössischen Kunst verpflichtet. Heute kann die Kulturstätte im restaurierten, spätbarocken Wasserschloss eine Sammlung moderner Kunst vorweisen, die Ihresgleichen sucht. Rund 400 Gemälde und Skulpturen sowie 5000 druckgraphische Werke gehören dazu. Internationale Künstler wie Andy Warhol, Yves Klein und Robert Motherwell haben hier schon ausgestellt. Fester Bestandteil des Leverkusener Kulturlebens ist auch die 1905 errichtete Villa des Fabrikanten Max Römer in Opladen. Seit 1986 werden hier Ausstellungen zur Stadtgeschichte gezeigt. Vorträge und andere Veranstaltungen zur Stadt- und Regionalgeschichte ergänzen das Ausstellungsprogramm der drei Leverkusener Geschichtsvereine. 2007 wurde der Verein „Haus der Stadtgeschichte Leverkusen e. V.“ als Trägerverein für die Villa Römer gegründet, er kümmert sich um Verwaltung und Organisation des Hauses sowie der stadtgeschichtlichen Dauerausstellung „ZeitRäume Leverkusen“, die 2011 eröffnet wurde.

 

Als lebendiges Industriemuseum legt der Freudenthaler Sensenhammer seit 2005 steinernes Zeugnis der fast 200-jährigen Industriegeschichte ab. Er dokumentiert die Entwicklung einer Manufaktur des frühen neunzehnten Jahrhunderts zu einem kleinen Industrieunternehmen, das bis weit in die achtziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts produzierte. Mit den historischen Produktionsräumen, Industriellenvillen und Arbeiterhäusern ist es der in dieser Geschlossenheit seltene Komplex, der denkmalschutzwürdig ist und zum Industriemuseum wurde. Heute ist nicht nur die Schmiedehalle als Veranstaltungsort interessant, es werden außerdem in der neuen Dauerausstellung an den originalen Arbeitsplätzen die wichtigsten Schritte der Sensenherstellung erläutert. Besucher erfahren auch etwas über die Menschen, die hier gearbeitet haben. Und schließlich machen die Schmiedevorführungen eine vergangene Arbeitswelt wieder lebendig. Besondere musikalische Veranstaltungen runden das Programm im Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer ab.

Mehr zum Thema

  1. KulturStadtLev
    kulturstadtlev.de
  2. Bayer Kultur
    kultur.bayer.de
  3. KulturNetzwerk Leverkusen
    kulturstadtlev.de
  4. Kulturausbesserungswerk
    kulturausbesserungswerk.de
  5. Museum Morsbroich 
    museum-morsbroich.de
  6. Leverkusener Kunstnacht 
    kunstnacht-lev.de
  7. Leverkusener Jazztage
    leverkusener-jazztage.de
  8. Industriemuseum Sensenhammer
    sensenhammer.de
  9. Verein Künstlerbunker
    kuenstlerbunker-lev.de
  10. Junges Theater Leverkusen
    jungestheaterlev.de
  11. Koloniemuseum
    leverkusen.de
  12. Morsbroicher Sommer
    kulturstadtlev.de
  13. Kampagne "Lust auf Leverkusen"
    lust-auf-leverkusen.de